18.07.2009
Kunstausstellung Köln 20.06.2009 – 30.07.2009 – „Vincent Michèa `J`ai Deux Amours`“
Der französische Künstler Vincent Michèa zeigt in seiner zweiten Ausstellung in Köln die Verschmelzung der Themen „Architektur der Hauptstadt Dakar” und der „Populärmusik Westafrikas”. Der Franzose wurde 1963 in Dakar geboren und seine plakativen Acryl- Gemälde von 2009 sind eine Korrespondenz der Kulturen. Verschiedene Ethnien (Gemeinsamkeiten / Verbundenheit) wie die Musik und die Architektur sind Grundpfeiler seiner Werke. In Paris ist ein Treffpunkt von durch das französische Bildungssystem sehr von ihren eigenen Wurzeln entfremdeten afrikanischen Intellektuellen, die nun eine Rückbesinnung auf ihr afrikanisches Erbe fordern.1960 schwappte diese Bewegung hinüber bis nach Dakar und drückt sich dort nun in der Architektur aus. Der Staat versucht mittels großzügiger Alleen und sternförmiger Plätze dem französischen Vorbild näher zu kommen und drückt damit seine Kontrolle und Macht aus. Im Gegensatz dazu stehen die plastische Gestaltung von Fassaden und die Stoffe mit traditionellen Mustern in Bezug auf die Ornamentik der Gebäude. Die Vergangenheit Dakars droht zu verschwinden.
Das zukunftsorientierte „Tour Khaddafi” hat wenig mit den wirtschaftlichen Möglichkeiten des Landes zu tun. Sogar der westafrikanischen Musik droht das Aus. Mambo, Jazz und Samba, senegalesische Elemente und das afro- kubanische scheinen unterzugehen. In den Bildern Michèas findet sich eine Synthese aus Musik, Film und Architektur. Dieser krasse Gegensatz macht den Reiz seiner Gemälde aus. Abfotografierte Bildquellen in der Rastertechnik werden von ihm digital bearbeitet und gelangen dann in Umrissen auf die Leinwand, erst danach beginnt er zu malen. Er nutzt recht wenige Farben und verzichtet auf Tiefendimensionen. Seine Bilder sind eine Hommage an die „B- Seite” der Stadt und heißt „Dakar, Zone B”.
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