Archiv für das Tag 'ausstellung'

Werden Räumlichkeiten in erster Linie für die Ausstellung von Fotografien genutzt, so spricht man von einer Fotogalerie. Dabei gibt es kommerzielle und nichtkommerzielle Galerien, die sich in Kunstgalerien, ganz nach den Exponaten, aufteilen. Es gibt unterschiedliche Meinungen darüber, ob man die Fotografie als Handwerk oder bildende Kunst verstehen soll. Dank den Bemühungen von A. Stieglitz (1864-1946) wird die Fotografie jetzt als Kunstform anerkannt. In der heutigen Zeit gibt es viele Online-Foto-Galerien, die man sich mit bestimmten Programmen anlegen und veröffentlichen kann.

Sucht man aber Galerien, um sich bestimmte Exponate live anzusehen, kann man einfach unter dem Suchwort „Fotoausstellungen“ und der Angabe seiner Stadt die entsprechenden Galerien finden. In solchen Ausstellungen werden dem interessierten Besucher meistens auch noch andere wertvolle Angebote gemacht, wie beispielsweise einen Vortragsraum, Fachliteratur oder Bibliotheken.

Viele noch nicht so namhafte Künstler bekommen manchmal Angebote von Kaufhäusern oder anderen öffentlichen Unternehmen, um ihre Kunst einmal dem breiteren Publikum vorstellen zu können. Die Location ist immer sehr wichtig. Aber auch diese lassen sich im Internet für ganz Deutschland finden und der Fotograf kann seine gewünschten Kriterien benennen. Eingrenzen kann man diese Suche über die Angaben über das gewünschte Bundesland, der Kapazität oder wie der Stil der Location sein soll.

Der französische Künstler Vincent Michèa zeigt in seiner zweiten Ausstellung in Köln die Verschmelzung der Themen „Architektur der Hauptstadt Dakar” und der „Populärmusik Westafrikas”.  Der Franzose wurde 1963 in Dakar geboren und seine plakativen Acryl- Gemälde von 2009 sind eine Korrespondenz der Kulturen. Verschiedene Ethnien (Gemeinsamkeiten / Verbundenheit) wie die Musik und die Architektur sind Grundpfeiler seiner Werke.  In Paris ist ein Treffpunkt von durch das französische Bildungssystem sehr von ihren eigenen Wurzeln entfremdeten afrikanischen Intellektuellen, die nun eine Rückbesinnung auf ihr afrikanisches Erbe fordern.1960 schwappte diese Bewegung hinüber bis nach Dakar und drückt sich dort nun in der Architektur aus. Der Staat versucht mittels großzügiger Alleen und sternförmiger Plätze dem französischen Vorbild näher zu kommen und drückt damit seine Kontrolle und Macht aus. Im Gegensatz dazu stehen die plastische Gestaltung von Fassaden und die Stoffe mit traditionellen Mustern in Bezug auf die Ornamentik der Gebäude. Die Vergangenheit Dakars droht zu verschwinden. 

Das zukunftsorientierte „Tour Khaddafi” hat wenig mit den wirtschaftlichen Möglichkeiten des Landes zu tun. Sogar der westafrikanischen Musik droht das Aus. Mambo, Jazz und Samba, senegalesische Elemente und das afro- kubanische scheinen unterzugehen. In den Bildern Michèas findet sich eine Synthese aus Musik, Film und Architektur. Dieser krasse Gegensatz macht den Reiz seiner Gemälde aus. Abfotografierte Bildquellen in der Rastertechnik werden von ihm digital bearbeitet und gelangen dann in Umrissen auf die Leinwand, erst danach beginnt er zu malen. Er nutzt recht wenige Farben und verzichtet auf Tiefendimensionen. Seine Bilder sind eine Hommage an die „B- Seite” der Stadt und heißt „Dakar, Zone B”.

50674 Köln
Brüsseler Str. 4
Fon: +49.(0)221.222 99 793

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Man Ray bis Sigmar Polke

Innerhalb des Jahres der Fotografie 2006, das die Städtische Galerie Delmenhorst allein der Fotokunst widmet, präsentiert die Ausstellung 220 Fotografien aus einer Kölner Privatsammlung.

Von den berühmten, multimedial orientierten Pionieren der künstlerischen Avantgarde, die das “Neue Sehen” begründeten, Vertretern einer dadaistischen, surrealistischen und experimentellen Fotografie und konstruktivistischen Künstlern zieht die Privatsammlung den Bogen über neusachliche Kamerakunst der zwanziger und dreißiger bis hin zur künstlerischen Fotografie der fünfziger und sechziger Jahre und einigen Künstlerfotografen der achtziger und neunziger Jahre. Pressefotografie und Sozialreportage sind durch bedeutende Fotografen und bewegende Bilder vertreten. Sehr persönliche Bilder verdanken wir den Positionen biographisch-subjektiver Dokumentarfotografie. Inszenierte Fotografie und alchimistische Fotokunst spielen mit der Bildwirklichkeit.

Einen besonderen Reiz hat die Sammlung durch mehr als vierzig Selbst- und Künstlerportraits (Beckett, Duchamp, Gide, Joyce, Lissitzky, Majakowskij, Magritte, Man Ray, Vostell usw.).

Die Kölner Privatsammlung von Barbara und Horst Hahn wurde wissenschaftlich aufgearbeitet und ist erstmalig zu sehen.

Es werden Werke vorgestellt von Man Ray, László Moloy-Nagy, Raoul Hausmann, El Lissitzky, Oskar Nerlinger, Alexander Rodtschenko, Umbo, Edmund Kesting, Christian Schad, August Sander, Hans Finsler, Ernst Salomon, Tim N. Gidal, Chargesheimer, Berenice Abbott, Dorothea Lange, Hermann Claasen, Wols, René Magritte, Boris Mikhailov, Günter Förg, Nan Goldin, Jan Saudek, Andy Warhol, Helmut Newton, Jürgen Klauke, Harald Falkenhagen, Sigmar Polke u.a.

(Pressemitteilung der Städtischen Galerie Delmenhorst)

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